Lebensmittelskandale – wird unser Essen immer gefährlicher?

Die gute Nachricht gleich vorweg, unsere Lebensmittel sind so sicher wie noch nie :)
Der Prozentsatz der lebensmittelbedingten Erkrankungen und Todesfälle war früher deutlich höher. Zum einen waren Lebensmittel damals deutlich knapper, allein Hungersnöte erforderten zahlreiche Todesopfer, aber auch mangelnder Hygiene, falsche Lagerung und fehlende Kontrollen führten zu vielen Lebensmittelvergiftungen.

Heutzutage sorgen in Österreich regelmäßige Kontrollen durch die Betriebe und unabhängige Kontrollinstitute dafür, dass hohe Qualitätsstandards eingehalten und gesundheitsgefährdende Lebensmittel aus dem Verkehr gebracht werden. Die AGES, Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, hat allein 2015 fast 25.000 Lebensmittelproben entnommen. Über 80% der Proben waren einwandfrei und nur 0,3% wurden als tatsächlich gesundheitsschädlich eingestuft. Ein Großteil der Beanstandungen betraf die richtige Kennzeichnung der Lebensmittel. Ein Fehler wäre zum Beispiel, wenn der enthaltene Nussgehalt nicht klar als Allergen gekennzeichnet wird, für alle ohne Nussallergie hat dies allerdings keine negativen gesundheitlichen Auswirkungen.

In der Bevölkerung ist vor allem die Angst vor Pestizidrückständen, gentechnisch veränderter Organismen, Hormonen und Arzneimittel im Essen hoch. Durch reißerische Presseartikel werden diese Ängste auch noch zusätzlich geschürt. Experten haben dagegen ganz andere Risiken im Zusammenhang mit Nahrungsmittel identifiziert. Neben Belastungen durch Mikroorganismen ist vor allem Fehl- und Überernährung ein Risikofaktor, der in unserer Bevölkerung erhebliche Gesundheitsschäden zur Folge hat. Wir können uns glücklich schätzen in dieser Zeit des Überflusses zu leben. Die Supermärkte bieten uns so viel Vielfalt wie noch nie, um eine ausgewogene Ernährung zu ermöglichen. Mit what’s the menu können wir also aus dem Vollen schöpfen und euch abwechslungsreiche, perfekt auf euch abgestimmte Mahlzeitenvorschläge liefern :)
Zusätzlich könnt ihr durch eine biologische, regionale Auswahl, richtige Lagerung und hygienische Verarbeitung die Risiken für Lebensmittelvergiftungen verringern und euer Essen ohne Gefahr genießen.

Und wer trotzdem immer gewarnt sein will, kann auf der AGES-Facebookseite die aktuellen Produktwarnungen und Rückrufaktionen verfolgen.

Marlene Schütz, Diätologin & what's the menu

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Marlene Schütz

Aus zahlreichen (anfangs noch fehlgeschlagenen) Versuchen Omas Lebkuchen nachzubacken, hat sich mittlerweile eine große Leidenschaft fürs Kochen und Backen entwickelt. Am meisten freue ich mich neue Sachen auszuprobieren. „Darf ich kosten?“ zählt wohl zu meinen meistbenützen Sätzen. Mit dem Diätologie-Studium konnte ich mein Interesse für Lebensmittel und deren Auswirkungen auf den Körper zum Beruf machen und bin seit Jahren sowohl im Spital als auch freiberuflich tätig.