Slow Food gegen Fast Food

Stress, Hektik und keine Zeit zum Kochen? Da wird gerne auf Fast Food und Fertigprodukte zurückgegriffen. Ist ja auch an fast jeder Straßenecke zu haben und lässt sich ganz schnell nebenbei verschlingen. Geschmack, Vielfalt und Nachhaltigkeit spielen bei der schnellen Entscheidung oft nur eine untergeordnete Rolle. Da setzt die Slow Food Bewegung an. Sie möchte genau diese Werte wieder in unser Bewusstsein bringen.

Slow Food (www.slowfoodaustria.at) ist nicht nur der Gegenpart zum klassisch fettreichen, vitaminarmen Fast Food. Es geht dabei viel mehr um einen verantwortungsvollen und bewussten Umgang mit Lebensmitteln.
Ihren Ursprung fand die Slow Food Bewegung Ende der 80er Jahre mit einer Protestaktion von Carlo Petrini gegen die Eröffnung einer Fast Food Filiale in Rom. Mittlerweile ist die Organisation mit über 100.000 Mitgliedern in mehr als 150 Ländern vertreten.

Ziel ist die Förderung einer traditionellen, regionalen und nachhaltigen Ess- und Trinkkultur. Mit dem Slogan „Gut, sauber und fair“ und der Schnecke als Sinnbild für Langsamkeit unterstützt die Organisation traditionelles Lebensmittelhandwerk, nachhaltige und vielfältige Landwirtschaft, artgerechte Tierhaltung und regionale Geschmacksvielfalt. Das Bewusstsein für Qualität, Aroma und Geschmack der einzelnen Lebensmittel wird gewahrt.

Unsere Lebensmitteln und der damit verbundene Aufwand sollen wieder mehr Wertschätzung erfahren. In Zeiten der Großkonzerne und Landwirtschaftsgiganten, wo Saatgutvielfalt und Geschmackvariationen viel zu oft zu Gunsten von Standardisierung, Geschmacksnormierung und Ertragserhöhung hintangestellt werden, ist das ein sehr ehrgeiziger Vorsatz.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage wie wir unser Essen „verlangsamen“ können? Wollt ihr wieder etwas bewusster essen? Euch gesünder ernähren? Neue Geschmäcker entdecken? Regionale Lebensmittelhersteller fördern?
Dann schaut beim Einkauf gezielt auf die Herkunftsangaben. Vielleicht gibt es einen Wochenmarkt mit regionalen Produkten bei euch in der Nähe. Testet euch durch das Gemüse- und Obstsortiment und entdeckt so vielleicht sogar ein paar neue Sorten. Ihr könnt auch in den eigenen vier Wänden starten z.B. mit ein paar Gemüsepflanzen am Balkon oder mit Kräutertöpfen am Fensterbankerl – mehr Regionalität geht nicht! ?

Mit what’s the menu unterstützen wir euch natürlich gerne bei der gesunden und vielfältigen Speiseplangestaltung mit abwechslungsreichen und einfachen Rezepten.
Wir lieben Slow Food!

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Marlene Schütz

Aus zahlreichen (anfangs noch fehlgeschlagenen) Versuchen Omas Lebkuchen nachzubacken, hat sich mittlerweile eine große Leidenschaft fürs Kochen und Backen entwickelt. Am meisten freue ich mich neue Sachen auszuprobieren. „Darf ich kosten?“ zählt wohl zu meinen meistbenützen Sätzen. Mit dem Diätologie-Studium konnte ich mein Interesse für Lebensmittel und deren Auswirkungen auf den Körper zum Beruf machen und bin seit Jahren sowohl im Spital als auch freiberuflich tätig.