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Ablaufdatum - Wann müssen Lebensmittel wirklich weggeworfen werden?

Haltbarkeitsdatum

Das Mindesthaltbarkeitsdatum muss auf jedem verpackten Lebensmittel aufgedruckt sein.
Als Sicherheit für uns Verbraucher gedacht, garantiert der Hersteller damit, dass sein Produkt bei ordnungsgemäßer Lagerung und im verschlossenen Zustand mindestens bis zu diesem Zeitpunkt seine Genusstauglichkeit behält. Oft ist das Produkt aber auch weit darüber hinaus genießbar. Trockene Lebensmittel wie Mehl, Reis, Nudeln, Getreideflocken und auch Konserven sind sogar noch Jahre danach essbar. Lebensmittel mit einem hohen Wassergehalt wie z.B. Milchprodukte sind schon deutlich anfälliger für mikrobiellen Verderb.

Wie lang genau ein Produkt essbar ist, ist allerdings schwer vorherzusagen. Als Faustregel gilt: Setzt all eure Sinne ein! Wenn Aussehen, Geruch und Konsistenz passen, die Verpackung nicht beschädigt ist und das Lebensmittel auch die Geschmacksprobe besteht, dann gibt es keinen Grund, dieses Produkt nicht zu essen. Ist die Verpackung einmal angebrochen, gilt das aufgedruckte Datum nicht mehr. Dann ist es ratsam, das Produkt möglichst rasch aufzubrauchen und vor Licht- und Sauerstoffeinwirkung zu schützen.

Im Gegensatz zum Mindesthaltbarkeitsdatum, solltet ihr das Verbrauchsdatum sehr genau befolgen. Dies gilt nämlich für besonders leicht verderbliche Waren. Vor allem roher Fisch und rohes Fleisch sind sehr anfällig für Keime und können bei uns Lebensmittelvergiftungen hervorrufen. Ist das Verbrauchsdatum überschritten gilt das Produkt als nicht mehr sicher und sollte sofort entsorgt werden.

Ein gut geplanter Einkauf, die richtige Lagerung der Lebensmittel und bei abgelaufenen Lebensmittel die Sinnesprobe durchführen hilft wertvolle Lebensmittel nicht wegwerfen zu müssen. Eurem Geldbörserl und die Umwelt wird's freuen. Möchtet Ihr euch noch weiter gegen Lebensmittelverschwendung und für die Umwelt einsetzen? Dann könnte euch foodsharing.at und deren Wiener Facebookseite interessieren ☺

Marlene Schütz, Diätologin & what's the menu

Marlene Schütz
Marlene Schütz

Aus zahlreichen (anfangs noch fehlgeschlagenen) Versuchen Omas Lebkuchen nachzubacken, hat sich mittlerweile eine große Leidenschaft fürs Kochen und Backen entwickelt. Am meisten freue ich mich neue Sachen auszuprobieren. „Darf ich kosten?“ zählt wohl zu meinen meistbenützen Sätzen. Mit dem Diätologie-Studium konnte ich mein Interesse für Lebensmittel und deren Auswirkungen auf den Körper zum Beruf machen und bin seit Jahren sowohl im Spital als auch freiberuflich tätig.