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Süßungsmittel auf der Spur - Unter welchen Namen kann sich Zucker verbergen?

Süßungsmittel

Auch ohne Schoko, Kuchen, Kekserl und anderen süßen Naschereien kommt man schnell über die empfohlene Menge von 50g Zucker pro Tag! Zucker kann sich leider ganz gut tarnen. Da wären z.B. Glukose, Fruktose, Oligofruktose, Laktose, Dextrose, Saccharose, Maltose, Sorbit, Maltit, Isomalt, Zuckerrübensirup, Glukosesirup, Karamellsirup, Honig, Dicksäfte, Fruchtsaftkonzentrate, Fruchtmark oder Magermilchpulver, Süßmolkenpulver, Fruchtsüße, Maltodextrin, Gerstenmalzextrakt, ... Die Liste könnte jetzt zwar noch einige Zeilen so weitergehen, das wird auf Dauer aber ein bisschen eintönig ;)

All diese Süßungsmittel sind in sehr vielen verarbeiteten Lebensmittel und Fertigprodukten zu finden, oft auch ganz unvermutet und in großen Mengen. Das liegt daran, dass diese Zusatzstoffe nicht nur wegen ihrer süßenden Eigenschaften, sondern auch aus technologischen Gründen als Füllstoffe, Stabilisatoren, Farbstoffe, Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe eingesetzt werden. Verwirrend kann auch sein, dass eigentlich nur Einfach- und Zweifachzucker unter den Nährwertangaben als Zucker zusammengefasst werden, während Mehrfachzucker wie Oligofruktose oder Maltodextrin nicht mehr in diese Kategorie fallen. Das führt dazu, dass z.B. ein Müsli mit 30% weniger Zucker beworben werden kann, aber vielleicht nur ein Einfachzucker, wie unser normaler Haushaltszucker, durch Oligofruktose ersetzt wurde. Der Kaloriengehalt des Produktes ändert sich dadurch kaum.

Durch diese Tricks der Lebensmittelindustrie hat ein Fertiggericht oder vermeintlich gesundes Lebensmittel somit schon mal locker 20g mehr Zucker, als eine gleichwertige, frisch zubereitete Speise! Also besser: Auf die Küche, fertig, selber kochen! :)

Weitere Infos zu Süßungsmitteln findet ihr unter: verbraucherzentrale.de

Viel Erfolg bei der Zuckersuche!

Marlene Schütz, Diätologin & what‘s the menu

Marlene Schütz
Marlene Schütz

Aus zahlreichen (anfangs noch fehlgeschlagenen) Versuchen Omas Lebkuchen nachzubacken, hat sich mittlerweile eine große Leidenschaft fürs Kochen und Backen entwickelt. Am meisten freue ich mich neue Sachen auszuprobieren. „Darf ich kosten?“ zählt wohl zu meinen meistbenützen Sätzen. Mit dem Diätologie-Studium konnte ich mein Interesse für Lebensmittel und deren Auswirkungen auf den Körper zum Beruf machen und bin seit Jahren sowohl im Spital als auch freiberuflich tätig.