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Warum Gewicht alleine nicht aussagekräftig ist...

Minion und Banane auf Waage

Für Viele ist der Gang zur Waage eine Qual. Beinhart zeigt sie an, wie viel wir wiegen, ob es uns nun passt oder nicht. Ein „einfacher“ Trick wäre es, sich auf den Mond zu stellen, denn dort würden wir nur etwa ein Sechstel wiegen. Das Problem wäre damit allerdings leider nicht wirklich beseitigt. Die überschüssigen Fettpölsterchen sind ja immer noch da und die Lieblingshose ist vielleicht immer noch zu eng. Es ist daher oft besser das Gewand als Maßstab zu nehmen, anstatt sich täglich über ein paar Gramm mehr oder weniger zu sorgen. Denn zu wie viel Prozent der Körper aus Fett und Muskelmasse besteht hat größeren Einfluss auf unsere Statur als der Einzelparameter Gewicht.

Der Körper kann in die drei Bereiche Fettmasse, Körperzellmasse und Extrazelluläre Masse gegliedert werden. Zur Körperzellmasse gehören unsere Organe und unsere Muskeln. Zu der Extrazellulärmasse zählt die freie Flüssigkeit die in unserem Körper zirkuliert, z.B. Blut, aber auch Knochen und Knorpeln.
An dieser Stelle muss gesagt werden, dass das Argument „schwere Knochen“ leider nicht zählt. Die Unterschiede bei den menschlichen Skeletten sind so gering, dass sie kaum ins Gewicht fallen. Aber bleiben wir beim viel spannenderen Thema Muskeln und Fett. Ein Kilo Fett hat ein eine deutlich geringere Dichte als Muskeln und nimmt somit um einiges mehr Platz in unserem Körper ein. Zusätzlich hat es eine viel weichere, schwammigere Konsistenz und ist somit auch nicht ganz so ansehnlich wie straffe Muskeln.

Gleiches Gewicht und Größe heißen also noch lang nicht gleiche Statur. Während Typ „Waschbärbauch“ mit einem Fettanteil von 25-30% einen weichen Kugelbauch vor sich her trägt, kann Typ „Waschbrettbrauch“ durch Training und Muskelaufbau mit dem gleichen Gewicht, aber nur 10-12% Fett seine gestählten Bauchmuskeln präsentieren ;)

Fett sollte allerdings nicht ganz verteufelt werden. Allgemein kann man sagen für Frauen sind 20-30% und für Männer 10-20% Körperfettanteil normal. Alles darüber hinaus erhöht das Risiko für diverse Herzkreislauf- und Stoffwechselerkrankungen. Auch ein stark erniedrigter Anteil schadet dem Körper, denn auch dann können viele Körperfunktionen nur eingeschränkt arbeiten. Zu den wichtigsten Aufgaben des Körperfettes zählen unter anderem Wärmeisolation, Schutz unserer Organe und Druckpolsterung. Außerdem ist es wichtiger Bestandteil vieler Botenstoffe und dient natürlich als Energiespeicher.

Bei what's the menu fragen wir dein Gewicht ab, um es für die Berechnung der idealen Nährstoffmenge zu verwenden. Aber natürlich reicht Gewicht alleine nicht.
Daher ermitteln wir durch ein paar einfache Fragen bei der Anmeldung auch deinen Physical Activity Level. Was das genau ist erfährst du in einem unserer früheren Blogartikel.

Wenn du dich gesund ernährst und regelmäßig ausreichend bewegst, wird vielleicht dein Gewicht nicht stark sinken, aber du tauschst bis zum Sommer den Waschbärbauch gegen einen Waschbrettbauch. Und das wäre doch ein netter Neujahrsvorsatz, oder?

Marlene Schütz, Diätologin & what's the menu

Marlene Schütz
Marlene Schütz

Aus zahlreichen (anfangs noch fehlgeschlagenen) Versuchen Omas Lebkuchen nachzubacken, hat sich mittlerweile eine große Leidenschaft fürs Kochen und Backen entwickelt. Am meisten freue ich mich neue Sachen auszuprobieren. „Darf ich kosten?“ zählt wohl zu meinen meistbenützen Sätzen. Mit dem Diätologie-Studium konnte ich mein Interesse für Lebensmittel und deren Auswirkungen auf den Körper zum Beruf machen und bin seit Jahren sowohl im Spital als auch freiberuflich tätig.